Verantwortungsvolles Spielen

Spielerschutz und Verantwortung: Informationen zu Prävention, Warnsignalen, Hilfsangeboten und rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland

Spielerschutz und Verantwortung: Unser Leitbild

Glücksspiel ist eine Form der Unterhaltung, die seit Jahrhunderten existiert. Doch wie bei vielen Genussmitteln liegt der Schlüssel in der Balance. Für die überwiegende Mehrheit der Menschen ist das Spielen ein harmloses Freizeitvergnügen. Wir verschließen jedoch nicht die Augen vor der Realität: Für einen Teil der Bevölkerung kann Glücksspiel Risiken bergen, die bis zu einer ernsthaften Erkrankung führen können.

Verantwortungsvolles Spielen ist für uns keine bloße gesetzliche Auflage, sondern das Fundament unseres Angebots. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein nachhaltiges Spielangebot nur dann existieren kann, wenn der Schutz des Einzelnen an erster Stelle steht. Auf dieser Seite informieren wir Sie umfassend über Präventionsmaßnahmen, Warnsignale, Hilfsangebote und die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Wir möchten, dass Sie informierte Entscheidungen treffen und Ihr Spielverhalten jederzeit unter Kontrolle haben.

Wichtiger Hinweis

Glücksspiel kann süchtig machen. Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren gestattet.

Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, wenden Sie sich bitte sofort an professionelle Hilfe:

BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00 (kostenlos und anonym)

Weitere Informationen: www.bzga.de und www.check-dein-spiel.de

Grundregeln für sicheres Spielen (Prävention)

Bevor Sie überhaupt das erste Spiel starten, sollten Sie sich klare Regeln setzen. Prävention beginnt im Kopf. Betrachten Sie das Glücksspiel niemals als Möglichkeit, Geld zu verdienen oder finanzielle Engpässe zu lösen. Der Zufall lässt sich nicht erzwingen, und das "Haus" hat mathematisch gesehen immer einen Vorteil.

Hier sind bewährte Strategien, um das Spiel in einem gesunden Rahmen zu halten:

Das Budget steht fest – vor dem Spiel

Legen Sie einen festen Betrag fest, den Sie bereit sind, für Ihre Unterhaltung auszugeben. Dieses Geld sollte "frei verfügbar" sein, also nicht für Miete, Lebensmittel, Versicherungen oder Rücklagen benötigt werden. Sobald dieses Limit erreicht ist, endet das Spiel. Ohne Ausnahme.

Zeitmanagement ist essenziell

Verlieren Sie nicht das Zeitgefühl. Setzen Sie sich ein Zeitlimit (z. B. eine Stunde) und stellen Sie sich notfalls einen Wecker. Glücksspiel sollte nur einen kleinen Teil Ihrer Freizeit einnehmen und nicht andere Hobbys, soziale Kontakte oder berufliche Pflichten verdrängen.

Verluste nicht jagen (Chasing Losses)

Dies ist einer der wichtigsten Punkte: Versuchen Sie niemals, verlorenes Geld durch höhere Einsätze oder längeres Spielen zurückzugewinnen. Dies führt fast immer zu noch größeren Verlusten und ist ein klassischer Einstieg in problematisches Spielverhalten.

Klarer Kopf

Spielen Sie niemals unter dem Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder Drogen. Auch starke emotionale Zustände wie Wut, Trauer oder Depression sind schlechte Ratgeber. Wer spielt, um negativen Gefühlen zu entfliehen, erhöht sein Risiko für eine Abhängigkeit drastisch.

Warnsignale erkennen: Selbstreflexion

Spielsucht entwickelt sich oft schleichend. Es ist ein Prozess, der häufig unbemerkt beginnt. Umso wichtiger ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein und auf Veränderungen im eigenen Verhalten zu achten.

Bitte prüfen Sie kritisch, ob eine oder mehrere der folgenden Aussagen auf Sie oder eine Ihnen nahestehende Person zutreffen:

  1. Gedankliche Vereinnahmung: Drehen sich Ihre Gedanken im Alltag immer öfter um das nächste Spiel oder vergangene Gewinne/Verluste?
  2. Toleranzentwicklung: Müssen Sie die Einsätze stetig erhöhen, um noch den gleichen Nervenkitzel oder die gleiche Erregung zu spüren?
  3. Kontrollverlust: Haben Sie in der Vergangenheit erfolglos versucht, das Spielen einzuschränken, zu kontrollieren oder ganz aufzugeben?
  4. Entzugserscheinungen: Reagieren Sie gereizt, unruhig oder ängstlich, wenn Sie nicht spielen können oder das Spielen einschränken wollen?
  5. Fluchtmechanismus: Nutzen Sie das Glücksspiel, um Problemen aus dem Weg zu gehen oder um Gefühle wie Hilflosigkeit, Schuld, Angst oder Depression zu betäuben?
  6. Jagen von Verlusten: Kehren Sie nach einem Geldverlust am nächsten Tag oder so schnell wie möglich zurück, um das Geld "wieder reinzuholen"?
  7. Lügen und Verheimlichen: Belügen Sie Familienmitglieder, Therapeuten oder Freunde, um das Ausmaß Ihres Spielens zu vertuschen?
  8. Illegale Handlungen: Haben Sie jemals Gesetze gebrochen (z. B. Diebstahl, Betrug), um Geld für das Glücksspiel zu beschaffen?
  9. Gefährdung von Beziehungen: Haben Sie wegen des Spielens wichtige Beziehungen, Ihre Arbeit oder Bildungschancen gefährdet oder verloren?
  10. Fremdfinanzierung: Verlassen Sie sich darauf, dass andere Ihnen Geld leihen, um Ihre durch das Spielen verursachte finanzielle Notlage zu lindern?
Handlungsbedarf

Wenn Sie auch nur eine dieser Fragen mit "Ja" beantworten, besteht Handlungsbedarf. Wir raten Ihnen dringend, das Spielen sofort einzustellen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Kontakt: BZgA-Hotline 0800 1 37 27 00 (kostenlos und anonym)

Technische Hilfsmittel zur Selbstkontrolle

Gemäß dem deutschen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) und unseren eigenen ethischen Standards stellen wir Ihnen diverse Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Sie Ihr Spielverhalten aktiv steuern können. Wir empfehlen jedem Spieler, diese Tools präventiv zu nutzen, nicht erst, wenn ein Problem auftritt.

Einzahlungslimits

Sie können festlegen, wie viel Geld Sie maximal pro Tag, Woche oder Monat einzahlen können. In Deutschland gilt zudem ein anbieterübergreifendes monatliches Einzahlungslimit (LUGAS), das den finanziellen Rahmen per Gesetz deckelt, um Spieler vor Überschuldung zu schützen.

Verlustlimits

Begrenzen Sie den Betrag, den Sie in einem bestimmten Zeitraum verlieren können. Gewinne werden dabei nicht berücksichtigt – es geht rein um den Schutz Ihres eingezahlten Kapitals.

Einsatzlimits

Legen Sie fest, wie viel Sie pro einzelner Spielrunde oder Wette maximal setzen dürfen. Dies verhindert impulsive Entscheidungen bei hohen Einsätzen.

Sitzungszeitlimits (Time-Outs)

Bestimmen Sie im Vorfeld, wie lange Sie eingeloggt sein dürfen. Nach Ablauf der Zeit werden Sie automatisch ausgeloggt.

Reality Check

In regelmäßigen Abständen wird das Spiel unterbrochen, um Ihnen eine Zusammenfassung Ihrer aktuellen Sitzung anzuzeigen (Dauer, Gewinne, Verluste). Sie müssen diese Meldung aktiv bestätigen, um fortzufahren. Dies hilft, den "Tunnelblick" zu durchbrechen.

Panik-Button (24-Stunden-Sperre)

Auf jeder Seite unseres Angebots finden Sie gut sichtbar den Panik-Button. Ein Klick darauf löst sofort eine kurzzeitige Sperre von 24 Stunden aus. Dies ist eine gesetzlich vorgeschriebene "Notbremse", wenn Sie merken, dass Sie die Kontrolle verlieren.

Das OASIS Sperrsystem

Ein zentraler Baustein des Spielerschutzes in Deutschland ist das bundesweite Sperrsystem OASIS (Onlineabfrage Spielerstatus). Dieses System stellt sicher, dass gesperrte Spieler keinen Zugang mehr zu Glücksspielangeboten haben – und zwar anbieterübergreifend, sowohl online als auch in terrestrischen Spielhallen oder Casinos.

Wie funktioniert die Sperre?

Es gibt zwei Arten der Sperre:

Wo kann man sich sperren lassen?

Sie können sich direkt bei jedem lizenzierten Glücksspielanbieter oder direkt beim Regierungspräsidium Darmstadt (der für OASIS zuständigen Behörde) sperren lassen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen und Formulare finden Sie hier: www.oasis-spiel.de

Wichtig: Eine Sperre endet nicht automatisch. Sie muss nach Ablauf der Mindestdauer schriftlich beantragt aufgehoben werden. Dies stellt eine weitere Schutzhürde dar.

Externe Hilfe und Beratungsstellen

Es ist ein Zeichen von Stärke, sich einzugestehen, dass man Hilfe benötigt. Glücksspielsucht ist eine anerkannte Krankheit, die behandelbar ist. In Deutschland gibt es ein exzellentes Netzwerk an professionellen, kostenlosen und anonymen Beratungsstellen. Zögern Sie nicht, diese zu kontaktieren.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA bietet ein umfassendes Informationsportal und ein Beratungstelefon.

Telefon: 0800 1 37 27 00

(kostenlos und anonym)

www.bzga.de

www.check-dein-spiel.de

Hier finden Sie Selbsttests und ein Online-Ausstiegsprogramm

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V.

Ein Beispiel für exzellente regionale Hilfe, die auch überregional Informationen bietet.

Anonyme Spieler (Gamblers Anonymous)

Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene gegenseitig unterstützen. Die Erfahrung, nicht allein mit dem Problem zu sein, ist für viele ein entscheidender Schritt zur Besserung.

Informationen für Angehörige und Freunde

Oft bemerken Partner, Familienmitglieder oder enge Freunde eine Veränderung, lange bevor der Betroffene selbst das Problem einsieht. Co-Abhängigkeit ist ein häufiges Phänomen.

Was Sie tun können:

Der rechtliche Rahmen in Deutschland

Unser Angebot operiert strikt auf der Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021). Dies ist der rechtliche Rahmen, der in Deutschland das Online-Glücksspiel reguliert.

Die wichtigsten Eckpfeiler dieses Gesetzes zum Schutz der Spieler sind:

Wir unterstehen der Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Diese strenge Regulierung dient Ihrer Sicherheit und garantiert ein faires, transparentes Spielumfeld.

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